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Frauenarztpraxis Mariendorf - FAM Praxis Frauenärztliche Gemeinschaftspraxis

Krebsfrüherkennung

Information zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse haben Sie einmal im Jahr Anspruch auf die frauenärztliche Krebsfrüherkennungs- untersuchung. Diese beinhaltet die Spiegeleinstellung der Scheide mit Abstrichentnahme vom Muttermund (Cytotest) und die Beurteilung der Unterleibsorgane durch Tastuntersuchung. Ab dem 30. Lebensjahr wird die Brust auf eventuelle Knoten oder Veränderungen abgetastet.

Sonderleistungen als erweiterte Krebsfrüherkennung

Beim konventionellen PAP-Test/Cytotest werden vom Gebärmuttermund Zellen entnommen, die auf einem Objektträger ausgestrichen und im Labor nach Anfärbung mikroskopisch untersucht werden. Unter optimalen Bedingungen bietet dieser Test eine relativ hohe Sicherheit. Nachteile können sein:

  • ungenügende Zellen im Abstrich
  • keine eindeutige Beurteilung der Zellen durch Überlagerungen (z.B. Schleim oder Blut)

Bei der Dünnschicht-Zytologie-Methode, auch ThinPrep PAP Test genannt, werden die Zellen wie beim konventionellen PAP-Test entnommen dann aber in ein Gefäß mit Konservierungslösung gegeben. Somit kommen alle abgenommenen Zellen zur Untersuchung und können zur Beurteilung besser aufgearbeitet werden. Überlagerungen mit Schleim oder Blut können vermieden werden.

Ultraschalluntersuchung der Unterleibsorgane

Die Ultraschalluntersuchung der Unterleibsorgane zur Krebsfrüherkennung wird von den Krankenkassen leider nicht übernommen, obwohl das seit langem eine Forderung der FrauenärztInnen ist. Besonders bei der Früherkennung von Eierstocktumoren stellt die Ultraschalluntersuchung eine entscheidende Verbesserung der Diagnostik gegenüber der reinen Tastuntersuchung dar. Wenn Sie es wünschen, können wir Ihnen die Ultraschalluntersuchung des Unterleibs (Vaginalsonographie) als individuelle Gesundheitsleistung (Selbstzahlerleistung) zusätzlich bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung anbieten.

Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen

Die Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen (auch Mammasonographie) dient der Früherkennung von nicht tastbaren Tumoren bzw. Zysten und der Beurteilung von tastbaren Befunden. Die Ultraschalluntersuchung stellt eine sinnvolle Ergänzung zur Selbstuntersuchung der Brust dar.

Gern bieten wir Ihnen die Mammasonographie zur Früherkennung von Tumoren und Zysten als Wahlleistung an. In beiden Fällen bitten wir um Mitteilung vor der Untersuchung an der Anmeldung.

HPV-Zellabstrich (Humane Papillom Viren)

Die bekannte Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit der Entnahme von Zellen am Muttermund und dem Gebärmutterhalskanal ist eine wesentliche Methode zur Früherkennung von bösartigen Veränderungen im Bereich dieser Gewebe. Solche Veränderungen werden vorwiegend durch die o. g. Viren verursacht. Die Durchseuchung der Bevölkerung wird auf ca. 40% geschätzt; eine Ansteckung erfolgt meistens durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Das Risiko einer Frau diese Infektion zu bekommen wird auf 40-80 % geschätzt. Bei diesen Viren gibt es harmlose (low risk) und aggressive (high risk) Typen. Aus den letzteren kann sich ein Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Um die Sicherheit des Krebsvorsorgeabstriches zu erhöhen, kann ein zusätzlicher Identifikationstest der high risk Viren erfolgen (Subtypen: 16, 18, 31, 33, 35, 45, 51, 52, 56)

Information zur Darmkrebsfrüherkennung

Nach den derzeit gültigen Krebsfrüherkennungsrichtlinien haben Sie nach dem 50. Geburtstag bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres jährlich Anspruch auf eine Untersuchung mittels Testbriefchen auf nicht sichtbare Blutbeimengungen im Stuhl durch die gesetzliche Krankenversicherung. Danach wird der sogenannte Guaiak Test alle 2 Jahre angeboten oder stattdessen besteht für Sie die Möglichkeit alle 10 Jahre eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Viele Krankheiten werden durch okkultes, also für Sie persönlich nicht sichtbares Blut im Stuhl angezeigt (z.B. Magengeschwüre, Polypen, Dickdarmentzündung oder Darmkrebs).

Sonderleistungen als erweiterte Darmkrebsfrüherkennung

Die herkömmlichen, von Ihrer Krankenkasse bezahlten Stuhltests (Guaiak Test) haben nur eine Entdeckungsrate von 40%. Ein neuer Test erlaubt hingegen den Nachweis von verdeckten Blutspuren in viel geringeren Mengen als bisher. Die Entdeckungsrate von okkultem Blut im Stuhl liegt hier bei 86% und damit doppelt so hoch wie bei den herkömmlichen Tests. Ferner müssen Sie als Patientin vor der Durchführung des Tests keine besondere Diät einhalten: Es gibt keine falsch positiven Testergebnisse durch Ernährung.



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